Da das Thema ja zurzeit überall die Runde macht, will ich auch mal meinen Senf dazu abgeben. Bei uns ist es relativ ruhig, an einem Gebäude hängt ein großes Plakat, man bekommt hier und da Flyer in die Hand gedrückt und vor einigen Tagen war ne Art Mini-Umzug aus vielleicht nem dutzend Studenten. Die sind mit Megaphon, Trommeln und Eimern vom Hörsaalzentrum aus über den Campus gezogen. War an sich ja nicht so wild, teilweise auch ganz witzig, ABER: Man macht sich nicht gerade unter seinen Kommilitonen beliebt, wenn man mit besagter Ausrüstung auch durch die Gebäude rennt und Krach macht. Bei uns ist übrigens fast alles gefließt … DAS ist dann nicht mehr lustig.
Allgemein, ich finde die Proteste an sich gut und richtig, es darf einfach nicht sein, dass die Bildung vom Geldbeutel der Eltern abhängt. So kommen manche doch nie aus diesem Sumpf aus Harz IV, Mindestlohn und 3-Jobs-zum-Überleben heraus. Nicht jeder bekommt Bafög, so steht mir persönlich nichts zu, weil meine Eltern theoretisch zu viel verdienen, praktisch können sie mich trotzdem nicht so unterstützen, wie sie gerne würden. Was mich an diesen ganzen Protesten stört ist einfach die Art und Weise. Hörsäle besetzen mag zwar “cool” sein, viel konstruktiver ist aber ein Gespräch mit der Unileitung. Die wollen uns nichts Böses, sondern sind genauso an besserer Austattung und kleineren Kursen interessiert wie wir. Warum also ins eigene Fleisch schneiden?